Es gab eine Zeit, da waren Astor Piazzollas Innovationen für ihn lebensgefährlich. Den Tango, der in seinem Heimatland Argentinien einst als Bordellmusik in Verruf war, veredelte er mit musikalischen Ideen von Bach, Bartók, Prokofjew, Strawinsky, mit Elementen des Jazz und einer Prise Rock und Pop. So schuf er eine Musik, die mit ihren kantigen Melodien, Dissonanzen und einem ungeheuren emotionalen Kraftfeld Millionen Fans bis heute fasziniert. In Argentinien aber schickten radikale Tango-Puristen Piazzolla  Morddrohungen ins Haus, weil sein »Tango Nuevo« aus dem Zwielicht in die Konzertsäle umgezogen und mehr zum Hören als zum Tanzen gedacht war. Mit diesem Konzert verneigen wir uns vor dem vor 100 Jahren geborenen  Erfinder  einer neuen klassischen Weltmusik und haben dafür einen Seelenverwandten Piazzollas eingeladen.


Auch Norbert Nagel kaperte die Tradition und hat mit unzähligen Projekten als Klarinettist, Saxophonist und dirigierender Solist Klassik und Jazz vermählt. Er genoss sowohl eine klassische als auch eine Jazz-Ausbildung und gastierte unter anderem bei den Münchner und den Berliner Philharmonikern, ist aber genauso in bekannten Pop-Produktionen zu hören. So hat er mit Hans Zimmer - einem der erfolgreichsten Hollywood-Komponisten - zusammengearbeitet und ist in Lou Begas »Mambo Nr. 5« zu hören. Dieses Konzert bietet die einmalige Chance, ihn mit einem der besten Bajan Spielern Europas zu erleben. Konstantin Ischenko ist nicht nur ein exzellenter Piazzolla-Interpret, sondern verfolgt mit seinen eigenen Kompositionen  ebenfalls eine Synthese aus Tango, Jazz und klassischer Musik. Außerdem haben wir bei diesem Konzert mit Nobert Nagel einen Dirigenten zu Gast, der nicht nur zum Taktstock, sondern auch zu Klarinette greift.

Preiskategorien: 33,- / 29,- / 23,- / 16,- €